Donnerstag, 13. Dezember 2018, 17:28
 

Vergewaltigung ist scheusslich – Wilder Sex schön
Die Zuordnung oft schwierig


Vergewaltigung, ein heikles und brisantes Thema zum Kommentieren. Vor allem wenn man nicht immer gleich argumentiert, wie ich es in diesem Fall mache. Ich finde es richtig dass Moshe Katzav,  Ex-Staats-Präsident von Israel, in den Knast geschickt wird. Für das was er in mehreren Fällen gemacht hat, sind 7 Jahre ohnehin zu wenig. Beim Strafmass haben vermutlich doch der Promistatus und das hinter den Kulissen operierende Netzwerk mitgeholfen. Doch 7 Jahre sind ja nicht Nichts sondern kann bei Leuten durchaus eine Warnwirkung auslösen, die sich dank effektiver Macht und gegebenem Promistatus als gut geschützt vor tatsächlich stattfindender Strafverfolgung betrachten.

Im Vergleich zu den Vergewaltigungsvorwürfen gegen Kachelmann, Assange und DSK mache ich grosse Unterschiede aus. Im Fall Kachelmann konnte die klagende Frau jahrelang nicht genug wilden Sex von Kachelmann bekommen. Gut seit Kurzem ist ja wissenschaftlich belegt, dass wilder Sex zu Gedächtnisverlust führen kann. Siehe hier. Wäre diese wissenschaftliche Erkenntnis früher bekannt gewesen, hatte der Kachelmann-Prozess viel schneller abgewickelt werden können, denn, viel wilden Sex hatte das Paar ja. Das ist von den Protagonisten unbestritten. Könnte es da nicht sein, dass die Klägerin in jener Nacht von einer Amnesie heimgesucht wurde! Auslöser: Entzugserscheinungen nach Ausbleiben der üblichen Wohlfühlportion.

Auch der Fall Assange, der ja erst noch verhandelt wird, ist eine unlösbare Bettgeschichte. Unbestritten von den Sexpartnern ist ja die Tatsache, dass am Beginn einvernehmlicher Sex stand. Wer hat den Sex gewünscht, wer hat den Sex mit Freude geboten? Nur schon diese simple Frage dürfte jetzt nicht mehr zum Aufklären sein. Wünschen und bieten, ist jedoch kaufmännisch gesehen ein transparenter Ablauf, welcher bei Übereinstimmung zu einer beidseitig gewollten Folgeaktion führt. Was Assange jedoch vorgeworfen wird, ist Sex ohne Gummi. Eine Vergewaltigungsvariante und Straftat in Schweden.

Wie soll das Gericht ohne Drittzeugen herausfinden, wie es wirklich war? Vielleicht hat er gesagt:

Hoppla Baby, sei kein Frosch! Mein Zauberstab gehört nicht in einen profanen Lümmel Sack gesteckt.

Oder.
Liebe heisse Nordlicht-Schnecke, lass es uns ohne dicken schwedischen Gummi machen. Da Ding das du bei dir hast, stammt ja noch aus den Zeiten wo Nokia aus dem gleichen Material Reifen anfertigte. Es soll doch Nichts zwischen uns sein.

Zwei Varianten von möglicherweise so – oder ähnlich - gefallenen Sätzen.


Mögliche Antworten in diesem fiktiven Dialog.
 

Okay, du lecker wilder australischer Wiki, komm her und sei mein geiler Lover. Gib Gas und hab Spass,  mach nicht noch lange eine Rast.  

Variante:

Julian, hot demanded Wikileaks Boss, ich bin heute Nacht gern dein Ross. Wegen deinem vollen Einsatz für Wikileaks, sagst du, hattest du seit Jahren keine Frau, deshalb mach ich jetzt auch wegen ein bisschen Gummi keinen Radau. Lass uns Wiki–nger spielen, come on my fiki friend and pay attention dad nix leaks.  

Julian Assange hat sich in der Wikileaks Org. wohl mehrheitlich nicht gerade zimperlich gezeigt um seinen Willen durchzusetzen. Es ist deshalb nicht ausgeschlossen, dass er beim Bettenspiel in Schweden, die Spielregeln eigenmächtig ausgelegt hat. Trotzdem ist sicher, habe ich den Eindruck, dass  jede der zwei Frauen, das Sex Spiel mit Assange solange Okay fand, bis die Freundinnen hinterher  entdeckten, dass Assange mit beiden Frauen im Bett war.

Der jeweils alleinige Triumph, mit Assange im Bett gewesen zu sein und die damit verbundene Hoffnung, noch weiteren Sex mit dem coolen Wikileaks-Boss zu erleben, hätte allenfalls kurzfristig Glücksgefühle produziert, mit denen der eventuell nur halbherzig zugelassene gummilose Sex,  als Hobelspäne in Kauf genommen worden wäre.  Als aber die Freundinnen feststellten, dass Assange jeder Frau erklärt hatte, dass sein kleiner Freund weinen würde, wenn er in der anstehenden Gefechtshitze mit Mantel unterwegs sein müsste, wurde der Verführungsspruch zum Bumerang. . Zusätzlich dann noch die bittere Erkenntnis, dass er jeder Bettgespielin z. B. versprochen hat, er würde sie nach Schloss Wikileaks nachholen, wenn sie erst den unumgänglichen Wikileaks Belastungs- und Flexibilitäts-Test bestanden hätte, wirkte wie ein emotionaler Dammbruch. Das Offenlegen und Abgleichen der identischen Methode um Happiness pur zu erreichen, hat dann eventuell zum instant Entscheid geführt. Let’s get  his balls.


Im Fall von Dominique Strauss-Khan vertrete ich die Ansicht, dass das zufällige Aufeinandertreffen von zwei bescheuerten Personen zur Katastrophe geführt hat. DSK weitaus reicher als was er jemals durch bezahlten Sex verlochen könnte – bei seinem Alter – fragt im Fünfsternhotel ein schwarzes Zimmermädchen ob sie mal bereit ist, ihm aus einer drückenden Notlage zu helfen. Lass uns Spass haben, schlägt er vor, weil er gerade einen möglichen Situationsaussetzer – siehe hier - hat.  Sie willigt ein und kommt dann auf die Idee, laut schreiend davonzulaufen um aus der Geschichte so viel Kapital zu lösen, wie sie im Hotel während Jahren nicht als Zimmermädchen verdienen könnte. Sicher war ich nicht dabei, aber so oder ähnlich könnte es gewesen sein. Fest steht Sex hat es gegeben und DSK wurde trotzdem freigesprochen. D. h. das Gericht hat einen Deal erkannt und gewürdigt.  

Zu einem völlig anderen Schluss sind die Gerichte in Israel im Fall des Ex-Präsidenten Moshe Katzav gelangt. Er wurde zu sieben Jahren Haft verurteilt und dies ist in seinem Fall ein mildes Urteil. Anders als in den zuvor geschilderten Fällen, hat es zu keinem Zeitpunkt einvernehmlichen Sex gegeben. Katzav, hat glücklich verheiratete Mitarbeiterinnen, in seiner Funktion als Vorgesetzter und in den Amtsräumen von Behörden und Ministerien vergewaltigt. Im Hinblick auf seine gesellschaftlich Stellung und politische Macht – auch als Arbeitgeber – betrachte ich dies als eine besonders scheussliche Vergewaltigungstat. Gemeint ist damit, dass Vergewaltigungen immer scheusslich sind, aber die Vergewaltigung an einem als topsicher und seriös geltenden Arbeitsort, durch den Chef dem man vertraut und von dessen Wohlwollen der monatliche Lohn abhängt, ist eine besonders heimtückische und verwerfliche Gewaltkategorie.

In den anderen drei Fällen ist es unbestritten zu einvernehmlich beschlossenen Sexaktivitäten gekommen. Erst mit unterschiedlichem Zeitabstand haben die jeweiligen weiblichen Sexbeteiligten den Vorwurf erhoben,  aus freiwilligem Sex sei eine Vergewaltigung entstanden. Kachelmann und DSK sind rechtskräftig freigesprochen. Ihr gesellschaftliches Ansehen bleibt jedoch beschädigt, trotz Freisprüchen. Die geschäftlichen Folgekosten werden immens und nachhaltig sein. Der Ausgang des Falls Assange bleibt abzuwarten. Freispruch wie Verurteilung sind möglich. Eine Prognose ist zu diesem Zeitpunkt nicht möglich.

Verurteilungen wegen Vergewaltigungen sind zwingend nötig. Urteile sollen Frauen ermutigen Anzeige zu erstatten und die Urteilswirkung soll den Schutz für Frauen erhöhen. Sicher werden immer noch zu viele Frauen dort vergewaltigt, wo der Gewaltakt nicht nur körperlichen, seelischen und mentalen Schaden auslöst sondern zusätzlich eine soziale Ächtung passiert. Sowohl durch die kulturelle Gemeinschaft, der die Frauen angehören als auch – noch schlimmer – durch die eigene Familie. Vermutlich gibt es in diesem Bereich eine sehr hohe Dunkelziffer von krassen Vergewaltigungen durch Freunde, Bekannte, Familie und durch Mitglieder der sozialen Wertegemeinschaft, in der Betroffene zuhause sind.

Die spektakulären Prozesse und Freisprüche für Kachelmann und DSK sind aber ebenfalls gute Entscheide für die Männer. Es darf nicht sein, dass Rache oder Geldgier reichen, um mittels einer Vergewaltigungsanzeige ans Ziel Vernichtung bzw. traumhafte Abfindung zu kommen.

Vor kurzem habe ich im ZDF von einem Fall gehört, wo ein Mann fünf Jahre wegen Vergewaltigung im Knast war. Am Ende der Haftzeit konnte ein neuer Anwalt beweisen, dass eine Lehrerkollegin in der gleichen Schule, mutwillig eine Anzeige wegen erzwungenen Analverkehrs – während des Schulbetriebs - eingereicht hat. Tage nach dem angeblichen Vorfall. Medizinische Beweiserhebung unmöglich. Die Lehrerin war erst kurz an dieser Schule beschäftigt und ihr wurde trotzdem geglaubt, weil der Beschuldigte zu jener Zeit ein Alkoholproblem hatte. Der neue Anwalt brachte dann ans Tageslicht, dass die klagende Frau bei verschiedenen früheren Schulen/Arbeitgebern als notorische Lügnerin aufgefallen ist. Kurz, die Vergewaltigung war erfunden. Der Mann wird wohl die Sozialkasse belasten. Mitte 50, fünf Jahre aus dem Beruf raus, im Gefängnis gewesen, wird wohl keine Stelle mehr erhalten. Die Haftentschädigung reicht nicht mal zum kurzfristigen Überleben, d.h. für eine eigene Wohnung, für Essen und neue Kleider für die Jobsuche.  

Vergewaltigungsvorwürfe sind ein sehr zweischneidiges Schwert und psychisch vernichtete Opfer gib es leider immer wieder. Sowohl bei Frauen als auch bei Männern.


11.11.2011, 03:02 von Relax-Senf | 132041 Aufrufe

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