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Arbeiten bis zum Umfallen? Notenstein Gespräch Nr. 7 - Juni 2013 «Die Zügel selbst in die Hand nehmen» – so lautet angesichts der gewaltigen Lücken in unseren Rentensystemen eine der Kernbotschaften des neuen Notenstein Gesprächs. Dr. Gerhard Schwarz, Direktor des renommierten Think Tank Avenir Suisse, plädiert für eine deutliche Ausdehnung der Lebensarbeitszeit, einen sanfteren Übergang ins Rentnerdasein und die Flexibilisierung der Systeme. Die berufliche Vorsorge in der Schweiz steckt in einem engen regulatorischen Korsett und gerät wegen der steigenden Lebenserwartung, eines starren Umwandlungssatzes zur Berechnung der Rente und niedrigen Renditen an den Finanzmärkten in immer grössere Finanzierungsschwierigkeiten. Jährlich werden bis zu 1.5 Milliarden Franken von der erwerbstätigen Bevölkerung zu den Rentnern umverteilt. Das ist Grund genug, Reformvorschläge zu erörtern und dabei auch einen Blick auf Modelle anderer Länder zu werfen. Für den Anleger bedeutet dies, dass er beim Privatvermögen Gegensteuer zu den Pensionskassen geben sollte, die mehrheitlich in Staatsobligationen investieren. Der Fokus ist entsprechend auf Unternehmensanleihen, Aktien und eine breite internationale Streuung der Anlageinstrumente zu richten. Gleiches gilt beim Vorsorgevermögen, wo Versicherte ab einer gewissen Lohnhöhe die Anlagestrategie selber wählen können. Nicht zuletzt kann aber auch selbstbewohntes Wohneigentum ein wichtiges Element der privaten Vorsorge sein.
27.06.2013, 14:59 von Echo Master |
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