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Norwegen: Bergen-Kirkenes-Bergen – die Winterreise mit Hurtigruten Teil 2
1.3.2012 Bergen und Aufbruch zur grossen Reise Wir wollten eigentlich nochmals eine Besichtigungstour starten, aber es regnet mit kurzen Pausen den ganzen Tag. Die Temperatur liegt bei etwa 6°C, was üblich ist für die Jahreszeit, auch dass kein Schnee liegt, wegen dem Einfluss des Golfstromes. So haben wir ausführlich gefrühstückt und natürlich musste ich das komische zylinderförmige braune Ding probieren, das auf dem Käsebuffet stand, und von dem man feine Scheibchen abschaben konnte. Das war karamellisierter Käse und etwas gewöhnungsbedürftig. Dafür wird die Milch solange erhitzt, bis der Milchzucker karamellisiert und daraus wird dann der Käse gemacht. Das ist eine norwegische Spezialität, die nur in einem Tal hergestellt wird. Dafür wurde auch dieser spezielle Käsehövel (Käsehobel) erfunden, den es mittlerweile überall zu kaufen gibt. Humanerweise müssen wir erst um 12:00 auschecken und setzen uns dann in die Hotelhalle, wo es für meinen altersschwachen LapTop auch eine Steckdose hatte (WLAN gibt es im ganzen Hotel, gratis) bis es am späten Nachmittag mit einem Taxi zum Einschiffen geht, was man ab 16:00 machen kann, Kabinenbezug ist jedoch erst ab 18:00 möglich. Auch das völlig unkompliziert. Und das ist nun also unser Schiff:
Schiffsdaten der MS Trollfjord: Baujahr: 2002 in Trondheim / Betten: 646 / Autostellplätze: 45 / BRZ: 16’140t Länge: 135,75 m / Breite: 21,5 m / Geschwindigkeit: 15 Knoten
Deck 9: Panoramalounge 2. Etage + Sonnendeck Deck 8: Panoramalounge 1. Etage + Aufenthaltsräume + Kabinen (Suiten) Deck 7: Brücke + Kabinen Deck 6: Kabinen Deck 5: Restaurant, Café, Shop, Konferenzräume Deck 4: ebenerdiger Eingang für Passagiere, Rezeption, Einfahrt Auto- und Warenlift, Kabinen Deck 3: Autodeck + Frachtraum Deck 1 + 2: Maschinenraum + Frachtraum
Wir haben eine kleine Innenkabine mit Bad, alles zweckmässig eingerichtet, gut gelegen, wie wir uns das vorgestellt haben: Auf Deck 6, dem Einzigen, das man ganz umrunden kann, das wären dann 250 m. Gegessen wird einen Stock tiefer, auf Deck 5:
Morgens und Mittages gibt es Buffet bei freier Sitzwahl, und heute ausnahmsweise auch Abends. Normalerweise wird dann ein Dreigänger serviert und man sitzt an einem fest zugewiesenen Tisch. Auf diesem Deck befindet sich auch die Cafeteria, wo man 24 Stunden lang gegen Bezahlung essen und trinken kann:
Die schönen Aufenthaltsräume mit Panoramafenster erstrecken sich über Deck 8 und 9, wo im hinteren Teil das offene Sonnendeck mit 2 Wirlpools zu finden ist.
Die übrigen Aufenthaltsräume auf Deck 8 verfügen ebenfalls über grosse Fenster und bequeme Sessel:
Auch die Internetecke mit kostenlosem Zugang und das “Reisebüro” für die Buchung der Ausflüge ist auf diesem Deck zu finden. Zudem können hier das Tagesprogramm, Stadtpläne und weitere Infos über Wetter, Wind, Nordlicht und Route abgeholt werden.
Die einzelnen Decks werden über breite Treppen und natürlich auch durch einen Lift miteinander verbunden:
Wir machen uns ans Auspacken, verstauen alles rutschsicher in den Schränken und geniessen das Nachtessen. Auf dem Buffet hat es auch was für uns Vegetarier, und die zahlreichen Desserts sind vom Feinsten.
Pünktlich um 22:30 heisst es dann „Leinen los“ und die Trollfjord sticht in See. Wir stehen auf Deck 6 ganz vorne am Bug:
Unter der Brücke durch und hinaus aufs offene Meer:
Inzwischen hat der Himmel total aufgerissen und es ist sternenklar, aber durch den Fahrtwind bitterkalt. Genau für solche Fälle gibt es die Panoramalounge:
Der künstliche Sternenhimmel ist praktisch die einzige Lichtquelle, sodass man auch drinnen das Gefühl von „draussen“ hat, also kein störendes Fremdlicht.
Das hat ja alles schon mal richtig gut angefangen!
19.03.2012, 20:47 von Karin |
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