Der Sex der Anderen – eine 360 Grad BetrachtungDer Sex der Anderen – eine 360 Grad Betrachtung
Kürzlich wurde der Artikel „Wenn Frauen keinen Sex wollen“ gepostet. Beim Anklicken bemerkte ich sofort die parallele Erwähnung von zwei unterschiedlichen Titeln, für den gleichen Artikel, was bei mir Verwunderung und Neugierde auslöste. Fürs Online Angebot wurde der Titel „Wenn Frauen wollen wollen“ gewählt, was mir nicht zu einer eindeutigen Erkenntnis verhalf. Bei „wollen wollen“ vermutete ich spontan eher, dass Frauen „mehr Haushaltsgeld und eine eigene Kreditkarte“ wollen. Dagegen steht der plakative Aufhänger der Print -Ausgabe „Wenn Frauen keinen Sex wollen“ für eine klare Botschaft, die weder gegoogelt noch in Wikipedia nachgeschlagen werden muss. Habe Charly gefragt, warum er den Artikel verlinkt hat? Charly meinte, er sei ja vom Thema nicht betroffen, verstände auch quer Beet nicht die Probleme und die Hinweise zum stressfreien Sexleben. Aber genau dies sei der Grund für das Posten. Es ist ein besonderer Reiz etwas nicht zu verstehen und trotzdem als hilfreich zu begreifen. Der Artikel ist von einer Frau für Frauen geschrieben, damit die lesen können, es gibt keine Norm die befolgt, erreicht oder übertroffen werden muss. Genau diese Feststellung ist aber auch für Männer nicht unwichtig, holt sich doch mancher Mann seinen Burn-out nicht im Büro sondern im Bett, angesichts von Frauen, welche animiert durch die TV-Lernunterhaltung, Sex and the City, ihre tägliche Spassstunde einfordern. Der Kampf um Mitsprache bei der sexuellen Selbstbestimmung war gestern, praktiziert wird heute die morgendliche Ankündigung von freudvollen Vorgaben zur Erfüllung nach Arbeitsschluss, wenn der Göttergatte oder sonstiger Partner als motivierter Leistungsträger zurück im Bett erwartet wird. Sex und Erotik sind allgegenwärtig im Alltag, unabhängig davon ob das Buchstabenfutter im real Life oder im Cyberspace gesucht und konsumiert wird. Deswegen mag es völlig überraschen, wenn ich hier meine kurzfristigen Zweifel erwähne, ob denn überhaupt noch eine nennenswerte sexuelle Aktivität in der Selbstverwirklichungsgesellschaft stattfindet! Wer an dieser Stelle leer schluckt, sollte gerade deshalb diese nicht immer einfache 360 Grad Betrachtung zum Sex der Anderen, von der Seitenlinie aus betrachtet, fertig lesen. Wenn Sie auf eine der zwei folgenden Möglichkeiten eine ehrliche Antwort geben können, gehören Sie in jedem Fall zu jenen emotionalen Gewinnern, die nach dem Lesen mehr über den Sex der Anderen wissen und über den eigenen Sex in aufgeräumter Stimmung Nachdenken können. Multiple Choice Auswahl: a) Sexuelle Aktivitäten sicher ja, meine Wünsche werden zum Glück auch wahr b) Sexuelle Aktivitäten sicher nein, zum Glück weiss ich jetzt, ich bin nicht allein Wie komme ich zur absurden Frage ob Sex zwischen den Geschlechtern überhaupt noch in grosser Zahl stattfindet? Die Antwort ist einfach. Addiert man die Schlagzeilen-Zahlen der Sex-Wissenschaft, sind meine Bedenken durchaus angebracht. Z.B.
Beim Blick auf das mögliche Prozentpotenzial der aufgelisteten sexuellen Präferenzen, taucht schon die Frage auf, handelt es sich bei Personen mit Interesse an einer sexuellen Beziehung zu einer Person des anderen Geschlechts, letztlich um eine Minderheit in der Gesellschaft? Ist die Chance auf einen sexuell aktiven Menschen des anderen Geschlechts zu treffen, einem Sechser im Lotto gleichzusetzen?
02.07.2010, 03:33 von Relax-Senf |
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Kommentare
Ein weiterer Nachtrag zum Startartikel. Relax-Senf unterlässt jeglichen schrägen Kommentar, denn dieses Thema ist zu ernst, weshalb einfach nur zu sagen ist: KEINEN Sex, ist oft das beste Verhalten, das man(n) oder frau freiwillig wählen kann.
Tages-Anzeiger 19.07.2010
Sommer, Sex, Syphilis
Von Juliane Lutz. Aktualisiert um 12:09 Uhr
Geschlechtskrankheiten sind in der Schweiz und anderen Ländern wieder auf dem Vormarsch. Sie können heute gut behandelt werden. Doch viele wissen nicht, dass sie infiziert sind.
Freude, Feier, Ferienstimmung. Ist Alkohol im Spiel, fallen die Hemmungen schnell, und oft ist kein Kondom zur Hand. Ärzte stellen fest, dass Geschlechtskrankheiten gerade in Ferienzeiten gehäuft auftreten .............
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Aktueller Nachtrag zum Thema.
Nicole Althaus am Dienstag den 13. Juli 2010 im Tages-Anzeiger
Sex aus Verzweiflung
Vielleicht liegt es an der Hitze und der leichten Bekleidung, die Frauen momentan tragen. Vielleicht liegt es am kürzlich ausgerufenen Trend der Sexraubkatze «Cougar», der die Männerphantasie beflügelt. Vielleicht liegt es aber auch ....
Volltext-Quelle
Sex ist ja auch eine Karriere-Währung, weshalb im Artikel die Formulierung vom "temporären Abschied von angebotenem und erduldetem Sex " verwendet wurde. Und diese Bemerkung zielt nicht nur auf Frauen, denn dass es umgekehrt auch praktiziert wird, zeigt ja der Film "Disclosure mit Demi Moore und Michael Douglas. Das tönt nach Hollywood und Produzentenfantasie.
Deshalb hier noch einige Zeilen zu einem ganz aktuellen Artikel aus der SonntagsZeitung vom 27. Juni 2010. Verfasst von der Journalistin Martina Bortolani in ihrer Liebesleben-Kolumne.
Titel: Das Bumscamp von El Gouna
Süffisant und spitz (bezieht sich auf ihren Schreibstil und nicht auf ihren emotionalen Zustand beim Schreiben) verkündet sie, dass es im Mister-Schweiz-Feriencamp zu Lustaktivitäten zwischen den jungen Mister-Kandidaten und der Entourage der Journalistinnen, Assistentinnen etc. gekommen sein soll. Sie schreibt: ... in den Zimmern und so ziemlich überall, wo sich Gelegenheit geboten hat, wurde gefummelt, geknutscht und weitere Petting übersteigende Dinge getan.
Weiter schreibt Frau Bortolani: "Ich fordere: gleiches Rechercherecht für alle Journalistinnen! Wieso werden immer die Leute des Ringiers-Verlags bevorzugt?" Die Antwort gibt sie gleich selber. Sie hat dem Mister-Schweiz-Initiator mal ans Bein gepinkelt, sprich einen nicht genehmen Artikel geschrieben. Das Leben ist nicht immer fair, meint dazu Relax-Senf.
Ja, dieser Artikel von Martina Bortolani ist mutig, denn neue "Freundinnen" wird sie sich damit nicht gemacht haben!
Mir wiederum scheint klar, dass nach dieser Erlebniswoche - im Artikel ist von "Bumscamp" die Rede - einige Damen nach der Rückkehr dem Erholungsbedürfnis verfallen sind, welches sich in „Wenn Frauen keinen Sex wollen“ ausdrückt.
Also manchmal muss man garnicht so weit oder gar wissenschaftlich suchen. Das Ausleben von "Sex and the City" Gelüsten, hat einfach seinen Preis und sei es nur durch Leeren des Energieakkus. Wenn dann junge Männer, sich freudig einspannen lassen, in der Hoffnung für die bessere Lobeshymne über Aussehen und versteckte Talente, werden unterschiedliche Leistungskurven sichtbar.
Sorry, der Artikel liegt nur im Print vor. Daher wird keine Verlinkung angeboten.