01.11.2010Computer-PhobiaDie Angst vor Datenrechnern wird noch einige Zeit unter uns bleiben, denn erst, wenn wir alle eine Grundschulung in Datenverarbeitung als integrierenden Bestandteil unserer Schulausbildung sehen, werden wir endlich auf allen Stufen unbeschränkt damit arbeiten können. Damit muss der anschwellende und umweltbelastende Papierberg verschwinden. Die Tageszeitungen, die Wurfsendungen, das Notizpapier müssen eliminiert werden, denn sie finden nur ihren Weg in die Mülltonne. Das elektronisch erfasste Wort oder der elektronisch erfasste Auftrag sind zweifellos sauberer und klarer dargestellt, als das mit ungenormtem schriftlichem Auftrag möglich ist. Vor grösserer Klarheit, vor schnellerer Übermittlung brauchen wir keine Angst zu haben. Auch sicher nicht davor, dass wir das nicht erlernen können. Wir müssen aber voraussetzen, dass wir für immer über Energie verfügen. Wenn das nicht der Fall sein sollte, könnte ein grosser Teil einer ganzen Kultur irgendwann vernichtet werden. Unabhängig vom Fortschritt sollten wir anstreben, einem guten Teil der Jugend eine breite klassische Erziehung zu ermöglichen, denn kein Humanist kann sich durch synthetische Lehrer, nebst dem Fachwissen, eine Herzensbildung aneignen. Ein gefährlicher Verlust. Aufgrund grösserer Vernetzung eliminieren wir auch die heute noch nötige Mobilität und engen damit den menschlichen Kontakt ein. Also könnten wir Menschen bei grösstmöglicher Information in kleinen Zirkeln vereinsamen. Der elektronische Fortschritt ist zu begrüssen und zu fördern. Nur er erlaubt uns eine Steigerung des Erinnerungsvermögens, des Quervergleichs, des schnellen Entscheids und der sachlichen Einsicht. Gefahren sind nicht im deduktiven Bereich, sondern im induktiven zu suchen.
01.11.2010, 00:34 von Dr. H. J. Stalder-Straub |
571 Aufrufe
|
Wir über unsWer ist online?
Benutzer: 1
Gäste: 187
Share / Print / PdfNeuste Blogeinträge |