Zwischen Wissen und Glauben21.04.2010Zwischen Wissen und Glauben
In unserer Zeit um das Jahr 2000 wollen wir wissen. Wir wollen qualifizieren, quantifizieren und analysieren können. Glauben ist eine zu unsichere Sache. Um zu glauben, muss man vertrauen und hoffen, wir müssen praktisch einen Emotionskredit geben, für den es keine Sicherheiten gibt. Und welche Veranlassung sollte man haben, eine solche Haltung einzunehmen? Wir glauben zu wissen, dass die von uns präzise eruierten Informationen auch stimmen. Dabei finden wir immer wieder, dass die Basis der Kommunikation das Missverständnis ist. Die Statistik sagt genau aus, was auf nicht ganz genauen Zahlen sich errechnen lässt. Und wir wissen, dass die mathematischen Aussagen stimmen. Oder glauben wir eher, dass die uns präsentierten Resultate ihre Richtigkeit haben. Muss demzufolge moderne Erkenntnis, progressives Wissen, von Glauben begleitet sein? Oder ist Wissen unser neuer Glaube? Ein Glaube, von dem wir wissen, dass nicht alles stimmt.
21.04.2010, 17:35 von Dr. H. J. Stalder-Straub |
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Kommentare
Wie wäre es denn, wenn der Glaube wieder unser Wissen wäre? Eine Chance hätte er doch verdient.