Ziele ändern ihre Standorte24.06.2010 Ziele ändern ihre Standorte
Unsere Ziele werden als Ideen geboren, entwickeln sich zu einem Konzept und werden mit einer Strategie verfolgt. wen wundert es also, dass vom Moment des Gedankens bis zur Realisierung Zeit verstreicht; wen wundert es, dass sich dabei auch die Rahmenbedingungen verändern? Wir müssen, wie bei der Jagd, einem beweglichen Ziel nachstellen, wenn wir Erfolg haben wollen. Das wiederum führt uns zur Schlussfolgerung, dass die schnellste Verbindung von Punkt A zu Punkt B länger sein muss als die geometrische Gerade. Es bleibt eine Frage von Zeit und Distanz einerseits und der Wahrscheinlichkeit der Zielveränderung andererseits. Wer unbeirrbar auf einer Zielgeraden geht, wer stur auf ein einziges Ziel seine ganzen Bestrebungen richtet, der muss mit grosser Wahrscheinlichkeit an genau diesem Ziel vorbeikommen, ohne es zu erreichen. Es gilt demnach, mit Beharrlichkeit und Beweglichkeit ein Ziel zu verfolgen und die eigene Strategie den sich ständig verändernden Rahmenbedingungen anzupassen. Wer das nicht kann oder nicht will, der muss sich mit kurzfristigen Nahzielen begnügen, deren Risiken absehbar sind, deren Ertrag aber unter der durchschnittlichen Möglichkeit liegt.
24.06.2010, 22:13 von Dr. H. J. Stalder-Straub |
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