Immer neue Patzer und Pannen der Polizei kommen ans Licht: Als Anders Breivik am 22. Juli auf der Insel Utøya ein Blutbad anrichtete, versagte ein Funksystem der Polizei, die Beamten rückten im Auto statt im Hubschrauber an. Außerdem soll der Attentäter mit der Polizei telefoniert haben, während er auf seine Opfer schoss - weil er sich ergeben wollte.
FAZ.NET, 17. August 2011
Kritik an der norwegischen Polizei wächst
Kurz nach den Anschlägen hielten sich die norwegischen Medien mit Kritik am Polizeieinsatz zurück. Nun werden täglich neue Vorwürfe laut. Ihr Tenor: Die Sicherheitskräfte hätten das Blutbad früher beenden können.
SZ, 10. November 2011
Verhängnisvolles Chaos am Terrortag
Als das Grauen in Gestalt von Anders Breivik über Norwegen hereinbrach, sollen die Behörden des Landes teilweise versagt haben: Von schlechter Kommunikation zwischen den Polizeiinspektionen ist im Nachhinein die Rede. Und von Rettungskräften, die abwarteten, anstatt einzugreifen. Norwegens Justizminister will jedoch nicht von Fehlern sprechen.
SF, 11. November 2011
Norwegischer Polizeiminister tritt zurück
Dreieinhalb Monate nach den blutigen Anschlägen in Norwegen hat der Justiz- und Polizeiminister Knut Storberget seinen Rücktritt eingereicht. Storberget, der den Posten 2005 übernommen hatte, stand zuletzt wegen der Reaktion der Polizei auf die Anschläge in Oslo und auf der Insel Utøya unter Druck.Polizei bedauert spätes Eingreifen bei Breivik-Attentat
Die norwegische Polizei hat sich dafür entschuldigt, den Attentäter Breivik nicht schneller gestoppt zu haben. Ein Gutachten listet Dutzende Fehler der Einsatzkräfte auf.
SPON, 25. Mai 2012
Prozess gegen Attentäter Breivik - Richterin verhindert Fragen zu Polizeieinsatz
SF, 13. August 2012
Bericht: Breivik-Attentat hätte verhindert werden können
Eine unabhängige Kommission hat ihren Bericht zu den Abläufen bei den Terroranschlägen in Oslo und Utøya der norwegischen Regierung überreicht. Sie erhebt darin schwere Vorwürfe gegen die Polizei und die rot-grüne Regierung von Premier Jens Stoltenberg.
SPON, 13. August 2012
Oslo-Attentat - Breivik-Bericht listet schwere Polizeifehler auf
SF, 14. August 2012
Breivik: Personelle Konsequenzen gefordert
Ein Mail-Alarm an die falsche Adresse, Polizisten, die Utoya nicht finden, Geheimdienst-Versagen: Nach dem Bericht zum Massaker in Norwegen wird nun der Ruf nach personellen Konsequenzen laut.
BernerZeitung, 15. August 2012
Breivik-Bericht: Norwegische Regierung gerät unter Druck
Nach Kritik an Breivik-Einsatz Norwegens Polizeichef gibt sein Amt auf
Eine Expertenkommission hatte der Polizei gerade schwere Versäumnisse beim Einsatz gegen den Attentäter Anders Breivik attestiert. Der Polizeichef des Lande zieht daraus die Konsequenzen und tritt ab.
TagesAnzeiger, 29. August 2012
«Dieses Versagen war viel weitreichender, als ich es erwartet hatte»
Breivik-Albtraum noch nicht vorbei - Opfer-Familie verklagt Polizei
Die Familie eines der Opfer des verurteilten Attentäters Anders Behring Breivik hat die norwegische Polizei wegen Verletzung ihrer Dienstpflichten verklagt.
taz.de, 11. Januar 2013
Polizei stoppt Aufarbeitung
Die norwegische Polizei hat bei den Breivik-Anschlägen Fehler gemacht – aber nicht gegen Gesetze verstoßen. Deswegen wurde eine interne Untersuchung beendet.

